Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel soll Freizeit sein – ein bewusst gewähltes Vergnügen mit festem Budget und klarer Zeitgrenze. Diese Seite fasst zusammen, woran du riskantes Spielverhalten erkennst, welche Werkzeuge Online-Casinos anbieten und wo du in Österreich Unterstützung bekommst.
Grundregeln für sicheres Spielen
- Spiel nur mit Geld, dessen Verlust du dir leisten kannst – niemals mit Geld für Miete, Rechnungen oder Lebensmittel.
- Leg vor jeder Sitzung ein Budget und eine Zeitgrenze fest und halte dich daran.
- Betrachte Einsätze als Ausgaben für Unterhaltung, nicht als Investition.
- Versuche nie, Verluste durch höhere Einsätze zurückzuholen.
- Spiel nicht unter Alkoholeinfluss, bei Müdigkeit oder in belastenden Situationen.
- Mach regelmäßig Pausen und sprich mit Menschen, denen du vertraust, über dein Spielverhalten.
Warnsignale
Ein Problem kann sich langsam entwickeln. Ernst nehmen solltest du es, wenn du häufiger und länger spielst als geplant, wenn du Geld leihst oder Rechnungen liegen lässt, um weiterzuspielen, wenn du Spielen vor Familie oder Freunden verheimlichst, wenn Gedanken an das nächste Spiel deinen Alltag bestimmen oder wenn du gereizt bist, sobald du nicht spielen kannst. Schon eines dieser Zeichen ist ein guter Anlass, eine Pause einzulegen und Beratung in Anspruch zu nehmen.
Werkzeuge im Casino-Konto
Seriöse Online-Casinos bieten im Kundenbereich Funktionen, mit denen du dein Spiel begrenzen kannst. Dazu gehören Einzahlungslimits für Tag, Woche oder Monat, Verlust- und Einsatzlimits, Sitzungslimits mit automatischer Abmeldung, Erinnerungen an die bisherige Spieldauer (Reality Check) sowie eine befristete Pause oder eine längerfristige Selbstsperre. Limits lassen sich in der Regel sofort senken, eine Erhöhung greift oft erst nach einer Wartezeit. Richte diese Grenzen am besten gleich bei der Anmeldung ein – nicht erst, wenn es schwierig wird.
Jugendschutz
Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Wenn Kinder oder Jugendliche Zugang zu deinem Computer oder Smartphone haben, schütze deine Konten mit sicheren Passwörtern, melde dich nach dem Spielen ab und nutze Filterprogramme oder die Jugendschutzfunktionen deines Betriebssystems.
Tipps für Angehörige
Auch Partner, Eltern oder Freunde leiden oft unter einem Spielproblem. Sprich deine Sorgen ruhig und ohne Vorwürfe an, schildere konkrete Beobachtungen und biete Unterstützung bei der Suche nach Beratung an. Übernimm keine Schulden und gib kein Geld für das Spielen. Beratungsstellen bieten eigene Gespräche für Angehörige an – du musst nicht warten, bis die betroffene Person selbst Hilfe sucht.
Selbsttest: kurze Fragen an dich
Hast du in den letzten Monaten mehr Geld oder Zeit verspielt, als du wolltest? Hast du versucht, weniger zu spielen, und es nicht geschafft? Hast du gespielt, um Probleme oder schlechte Stimmung zu vergessen? Wenn du eine dieser Fragen mit Ja beantwortest, lohnt sich ein Gespräch mit einer Beratungsstelle.
Hilfe in Österreich
- Spielsuchthilfe – Beratung und Therapie für Betroffene und Angehörige, Informationen unter spielsuchthilfe.at.
- Suchtberatungsstellen der Bundesländer – kostenlose und vertrauliche Beratung in deiner Nähe.
- Anonyme Spieler (GA) – Selbsthilfegruppen, in denen sich Betroffene austauschen.
- Telefonseelsorge – rund um die Uhr, anonym und kostenlos unter der Nummer 142.
Du musst nicht warten, bis die Probleme groß sind. Ein erstes Gespräch ist unverbindlich und kann helfen, die eigene Situation klarer zu sehen.